Der Volksmund sagt dem Schuster nach, dass er selbst die schlechtesten Schuhe trägt. Die Begründung hierfür ist, dass er so sehr um das Schuhwerk seiner Kunden bemüht ist, dass er für die Pflege seiner eigenen Treter keine Zeit hat.

So ähnlich ist es mir auch mit dieser Website ergangen: Mittlerweile bin ich schon im zweiten Jahr meiner freiberuflichen Tätigkeit als eCommerce-Berater und habe ich mir erst jetzt die Zeit genommen, die ersten Seiten meiner neuen Website zu veröffentlichen.

Erfreulicherweise konnte ich mich dank mehrerer Weiterempfehlungen nicht über zu wenig Aufträge beschweren. Ganz im Gegenteil: Ich bin froh, dass mein ganzheitlicher Beratungsansatz so gut angenommen und nachgefragt wird.

Diese Erfahrung habe ich zum Anlass genommen, mich auch mal theoretisch mit dem Thema “Empfehlungsmarketing” (auch Word-of-Mouth– oder Mund-zu-Mund-Kommunikation genannt) zu beschäftigen. Meine alte Marketing-Bibel aus Studienzeiten, das Buch Marketing-Management von Philip Kotler und Friedhelm Bliemel (9. Auflage) sagt dazu lediglich:

“Sie können die Mund-zu-Mund-Empfehlungen fördern, um Ihr Geschäft aufzubauen. Freiberufler ermuntern gern Ihre Kunden, sie weiterzuempfehlen. Solche Empfehlungen im Freundes- und Bekanntenkreis sind wirkungsvoller als andere Werbemittel.” (S. 948)

Ok, das deckt sich soweit mit meinen Erfahrungen, aber brachte mir keine neuen Erkenntnisse. Hilfreicher war dagegen das Buch So funktioniert Empfehlungsmarketing heute – Der einfachste Weg, neue Kunden zu gewinnen von Roger Rankel und Marcus Neisen (GABAL Verlag):

In diesem erklären die Autoren, warum sie davon überzeugt sind, dass es möglich ist, sein Business nahezu ausschließlich auf Empfehlungsbasis aufzubauen. Allerdings erfordert dies Strategie und System. Dann jedoch kann man sich getrost von der Kaltakquise verabschieden.

Bereits vor der Lektüre dieses Buchs war ich davon überzeugt, dass Mund-zu-Mund-Werbung eine sehr effiziente Methode zur Neukundengewinnung ist. Beim Lesen der ersten Kapitel konnte ich daraus schon einige interessante Ansätze und Ideen für meine weitere Kundenakquise gewinnen und kann das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.

Vor einer weiteren Optimierung meines Empfehlungsmarketings werde ich jedoch erst mal mein eigenes “Schuhwerk”, also meine Website fertigstellen. :-)